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7 Tipps, die man für seine Lagerlogistik kennen sollte

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Immer mehr, immer schnellerer, immer effizienterer Warenverkehr – das ist die Realität in den Betrieben, Lagern und Logistikzentren. Welche Trends man dabei im Blick behalten sollte, hat der Logistikpraktiker Jens Schmale von der Pelzer Fördertechnik zusammengetragen.

 

1. Die Automatisierung kommt

Der selbstfahrende Gabelstapler und intelligente automatisierte Systeme sind längst Realität in Logistikzentren und Warenlagern. Sie helfen mit, die Zauberformel in der Logistik „24 x 7 x 365“ – den reibungslose Warenverkehr rund um die Uhr – zu sichern.  Mit einem wachsenden Angebot an autonom fahrenden und hebenden Flurförderzeugen bahnt sich ein Paradigmenwechsel an: Die Grenzen zwischen manuell und vollautomatisch weichen mehr und mehr auf, viele Anwendungen werden in Zukunft ein untereinander vernetztes System zwischen verschiedenen Fahrzeugmodellen sein.

 

2. Halten Sie Personal(kosten) gesund

Auch, wenn die Automatisierung Einzug hält: Auf lange Sicht bleibt der Personaleinsatz Ihr größter Kostenfaktor. Dass Personalausfälle durch Krankheiten und Unfälle reduziert werden, ist daher einer der größten Hebel für Ihre Effizienzsteigerung. Ergonomische Fahrzeuge, Assistenzsysteme und Fahrsicherheitstrainings sind daher kein Luxus, sondern machen sich bezahlt.

 

3. Sichern Sie sich gegen Ihr größtes Risiko

Ihr betrieblicher „Super-GAU“ ist, wenn der Materialfluß stockt. Prozess- und Arbeitssicherheit darf daher bei der Warenbewegung nicht haltmachen. Beim Betrieb mit Gabelstaplern gilt menschliches Versagen sogar mit 95 Prozent als häufigste Ursache für Arbeitsunfälle. Abhilfe versprechen elektronische Fahrer-Assistenzsysteme, die schon heute Fahrwege kontrollieren, Geschwindigkeiten regeln oder, wie beim Linde Safety Pilot, dem Staplerfahrer helfen, Bedien- und Fahrfehler zu vermeiden und die Hub- und Neigefunktion zu regulieren.

 

4. Unterscheiden Sie Mäuse von Elefanten

Die Gabelstapler-Modelle heutiger Generation sind vielfältig und exakt zugeschnitten auf das, was Sie tatsächlich zu bewegen haben. Nutzen Sie diese Modellvielfalt und optimieren Sie Ihre Flotte. Für alle Lastenbereiche von 800 Kilogramm bis 45 Tonnen, von groß bis klein, sperrig bis einheitlich verpackt, finden sich die passenden Fahrzeuge.

 

5. Digitalisierungseffekte nutzen

Der Stapler neuester Generation ist vernetzt: Mit einem Flottenmanagementsystem ausgestattet umfasst er unter anderem Zugangskontrolle, Unfallerkennung und Berichtswesen. Per Bluetooth oder Mobilfunk erfolgt hardwareseitig die Datenübertragung entweder in die lokale Datenbank oder ein Cloud-basiertes Datenportal. Aber auch kleinere Lösungen bieten schon heute geldwerte Vorteile, wie beispielsweise die Prüfung der Fahrtauglichkeit eines Staplers vor dem Einsatz, wie sie die Richtlinien der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vorgeben: Hier kommen heute Apps wie die connect: App von Linde zum Einsatz, die sehr einfach mit mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet erledigt werden können.

 

6. Vergessen Sie Ihre Fahrgestell-Nummer

Leasing war für viele Unternehmen die erste Wahl bei ihrem Logistik-Fuhrpark. Doch mit den kommenden neuen Bilanzierungsrichtlinien wird Leasing neu bewerten werden. Künftig werden Sie daher wahrscheinlich am besten fahren, wenn Sie Dienstleistungsverträge schließen, und somit nur noch für die Verfügbarkeit von Warenbewegungsmöglichkeit – also die Betriebsstunden einer Maschine – zahlen. Die Fahrgestellnummer seine Gabelstapler nicht zu kennen, kann bald also echtes Geld wert sein.

 

7. Denken Sie ganzheitlich

Die Trends wie Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung machen klar, dass die Zeit für Insellösungen vorbei ist. Denken Sie bei Ihrer Lostiklösung daher ganzheitlich. Profis helfen Ihnen, in Kategorien des Materialflusses zu denken, eine optimale Raumausnutzung zu erzielen und Regal-, Lager-, Förder- und Fahrzeuglösungen optimal abzustimmen.

 

Jens Schmale ist Vertriebsleiter bei der Pelzer Fördertechnik in Kerpen.

 

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