Ein Land auf Pump: Ohne uns!

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Seit Jahrzehnten lebt Deutschland auf Pump. Bereits jetzt muss jeder Bundesbürger – vom Säugling bis zum Greis – eine Schuldenlast von 26.775 Euro tragen, bei den Erwerbstätigen sind es sogar 53.550 Euro. Diese immensen Belastungen dürfen nicht auf die kommenden Generationen verschoben werden. Dazu sind wir nicht mehr bereit. Ein Debattenbeitrag von Dirk Brenschede, Landesvorsitzender NRW des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU).

Der deutsche Schuldenberg wächst mit jeder Sekunde um 1.556 Euro (www.staatsschuldenuhr.de)! Zu diesen Schulden kommt die Haftung für fremde Schulden anderer Staaten und Banken der Euro-Zone.

Getreu dem Motto „nach uns die Sintflut“ bürden die Politiker aber uns, unseren Kindern und Enkeln diese völlig untragbare Hypothek auf. Wir sind aber keineswegs mehr bereit und bald auch nicht mehr in der Lage, den Löwenanteil dieser Kosten zu übernehmen. Wenn die deutsche Finanz- und Haushaltspolitik nicht schleunigst umsteuert, müssen wir zukünftig nicht nur mit einem Kollaps der Sozialsysteme, sondern auch mit einem  „Kampf der Generationen“ rechnen.

Schuldenabbau sofort!

Als NRW-Vorstandsvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER, der nicht wie ein Politiker in Wahlperioden denkt und handelt, fordere ich im Interesse der jungen Generation verantwortungsbewusste politische Entscheidungen, die sich stärker an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Jugend orientieren. Was wir brauchen ist ein rigoroser Schuldenabbau. Wir fordern also überaus nachdrücklich den Einstieg in den Schuldenabbau! Und zwar sofort! Politische Entscheidungen dürfen nicht mehr ohne Rücksicht auf zukünftige Generationen getroffen werden.

Sparen an der richtigen Stelle

Um diese Forderungen umzusetzen, bedarf es sicherlich einer klugen und umsichtigen Politik, die an den richtigen Stellen spart. Das wissen wir. Gigantische Investitionen in teure Großprojekte sind deshalb ebenso zu prüfen wie staatliche Subventionen für unrentable Betriebe und Wirtschaftszweige, die nicht mehr konkurrenzfähig sind. Auch die ineffizienten Eingriffe in den Energiesektor müssen zügig zurückgefahren werden.

Darüber hinaus gilt es, den Generationenvertrag neu auszuhandeln: Die Beiträge für unsere Sozialkassen sollten gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Wenn Deutschland auch weiterhin zukunftsfähig bleiben will, gehört das Thema Generationengerechtigkeit nicht nur ganz nach vorne auf die politische Agenda, sondern sollte auch im Grundgesetz verankert werden – aus Verantwortung für die kommenden Generationen.

Signal an Investoren in der ganzen Welt

Auch angesichts sonstiger Probleme – ich denke hier nicht nur an die Flüchtlingsproblematik – wäre der Abbau der Altschulden eine vertrauensbildende Maßnahme. Er würde Investoren in der ganzen Welt signalisieren, dass der deutsche Staat seine Schulden zurückzahlt und mit gutem Beispiel vorangeht. So könnten die Zinsen für Staatsanleihen dauerhaft niedrig gehalten werden – ohne die Fortführung der aktuellen hochriskanten Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Dirk Brenschede

Dirk Brenschede ist Landesvorsitzender NRW des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU) und Geschäftsführender Gesellschafter des 1905 gegründeten Unternehmens H.-Hugo Brenschede GmbH in Hamm

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