Energiewende braucht Marktwirtschaft!

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Die Belastungen durch die aktuelle Energiepolitik, die insbesondere die industriell geprägten Unternehmen zu tragen haben, sind inzwischen gewaltig und teilweise existenzbedrohend. Ein Konglomerat aus planwirtschaftlichen Elementen und Ideologien hat dazu geführt, dass inzwischen mehr als 25Milliarden Euro pro Jahr umverteilt werden. Ein intelligenter Rahmen würde hingegen den Wettbewerb um die besten Ideen, die saubersten Lösungen und die zielführendsten Dienstleistungen entfesseln. Das ist Energiewende! Ein Debattenbeitrag von Dr. Karl Tack.

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Wir Familienunternehmer können, wollen und werden unseren Beitrag zum Klimaschutz auch weiterhin leisten. Es bringt allerdings nichts, immer weitere Verordnungen, Zwangsmaßnahmen und Regulierungen zu erlassen, die die Unternehmen nach und nach erdrücken. Jedes Unternehmen ist einzigartig und versucht, im Rahmen seiner Möglichkeiten die energiepolitischen Herausforderungen zu bewältigen – für sich und für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Bei manchen Unternehmen sind erhebliche Effizienzpotenziale in der Produktions- und Versorgungstechnik vorhanden, bei anderen sind die Potenziale geringer.

Freiräume gewähren statt Verordnungen erlassen

Die Marschroute kann daher nur heißen, marktwirtschaftliche Anreize zu setzen, Bürokratie und Zwang abzubauen und den Unternehmen möglichst viel Freiraum zu gewähren. So werden sie von bloßen Verbrauchern zu Akteuren der Energiewende und Innovationstreibern. Und genau DAS kann Deutschland dann wirklich zu dem weltweiten Vorbild machen, das sich die Politik – bisher vergebens – wünscht.

Das gilt für den Sektor der Erneuerbaren Energien, aber auch der fossilen Kraftwerke. Ohne jeden Zweifel steht dem Energiesektor in Deutschland – aber auch in der Welt – ein gewaltiger Umbruch bevor. Es gilt nun für die gesamte Energiewirtschaft sich auf den neuen Weg einzustellen, den Umbruch nicht zu verhindern, sondern beherzt anzugehen und Innovationen voranzutreiben.

Sowohl im Bereich der erneuerbaren Energien als auch bei den konventionellen Kraftwerken gibt es fortschrittliche und attraktive Produkte, die sich dem Markt ohne Bedenken stellen können. Das Beharren auf Subventionen, Privilegien und Schutzmechanismen muss endlich eingestellt werden. Die Marktwirtschaft mag unbequem sein, gleichwohl ist sie notwendig für Wachstum, Nachhaltigkeit und Innovation.

Wettbewerb um die besten Ideen

Der Wettbewerb um die besten Ideen, das faire Konkurrieren innerhalb eines zielführenden rechtlichen Rahmens und die Fokussierung auf die Einsparung von CO2 müssen die Leitplanken für den energiewirtschaftlichen Markt der Zukunft sein. Und daran muss sich Energiepolitik – aber auch Umweltpolitik – messen lassen.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER unterstützen den Klimaschutz und die Ziele der Energiewende. Wir setzen die Maßnahmen um und tragen einen Großteil der Belastung. Ökologie und Ökonomie zu vereinbaren – das ist unser Anspruch. Dazu muss jedoch noch einiges getan werden. Eine Marschroute dazu haben wir jetzt mit unserem 10-Punkte-Forderungspapier vorgelegt.

Die Familienunternehmer sind bereit, dabei weiterhin ihren Beitrag zu leisten. Von der Politik erwarten DIE FAMILIENUNTERNEHMER jedoch ebenfalls einen Beitrag: Eine mutige, beherzte und vor allem marktwirtschaftliche Energiewende.

Dr. Karl Tack, geschäftsführender Gesellschafter der RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG in Burgbrohl, ist Vorsitzender der Kommission Energiepolitik des Verbandes DIE FAMILIENUNTERNEHMER.

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