Innovation als Lebenselexier

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Innovation ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung, wenn es um die Sicherung einer weltweiten Spitzenposition geht. Ein Hort der Innovation ist dabei der Mittelstand in Deutschland. Doch wie schaffen es unsere mittelständische Unternehmen, in so vielen Bereichen zu den Branchenspezialisten und Weltmarktführern zu zählen? Die Deutsche Wirtschaft ging auf Spurensuche – bei der AHC Oberflächentechnik GmbH aus Kerpen.

Das Unternehmen ist eine der faszinierenden Erfolgsgeschichten des weltweit beachteten „german mittelstand“, um den viele Länder Deutschland beneiden. 1960 als Handwerksbetrieb für Beschichtung gegründet, hat AHC sich zu einem der führenden Spezialisten auf dem Gebiet der funktionellen Oberflächenveredelung in Europa entwickelt und ist heute ein gesuchter Dienstleister für anspruchsvolle Großserien.

Monitor in der AHC-Produktion
Monitor in der AHC-Produktion

So stellt es für AHC aufgrund der fortgeschrittenen Prozesstechnik kein Problem dar, Jahr für Jahr Millionen von Bauteilen mit der richtigen Beschichtungsqualität und zum richtigen Zeitpunkt abzuliefern. Immerhin werden insgesamt rund eine Milliarde Bauteile von AHC oberflächenveredelt.

In einigen AHC-Werken laufen heute die Steuerung der Arbeitsprozesse und die Dokumentation lückenlos digitalisiert. Große Monitore zeigen den Meistern und den Mitarbeitern den Status der Aufträge an. Jederzeit ist einsehbar, wie lange ein Teil im Ofen war, welche Temperaturen herrschten, wie dick die Beschichtung exakt ist und welcher Mitarbeiter damit beschäftigt war. Während der Probephase mit einem Prototyp in einem Werk musste noch vieles nachjustiert werden. Seither läuft es. Nun wird jeden Monat ein Standort umgestellt. Bis Ende 2015 sollen alle Werke ans neue System angeschlossen sein.

 Fokus auf Mitarbeiter und Kunden bringt den Erfolg

Wie konnte AHC diesen beeindruckenden Weg des Erfolgs beschreiten und eine bis heute ungebrochene Innovationskraft entwickeln? Zwei Quellen sind es, die die permanente Verbesserung der Abläufe und Produkte speisen.

60 Millionen Ventilschieber für Automatikgetriebe pro Jahr wollen erst einmal vor der Beschichtung geklemmt sein.
60 Millionen Ventilschieber für Automatikgetriebe pro Jahr wollen erst einmal vor der Beschichtung geklemmt sein.

Die erste Quelle sind die Mitarbeiter, die in der Firma schon immer nicht nur eine Arbeitsstelle gesehen haben, sondern auch einen Lebensraum, in dem sie sich gut entwickeln können. AHC sieht in den Mitarbeitern keine Ressource, die es optimal zu nutzen gilt. Vielmehr werden die Mitarbeiter zuvorderst als Menschen und Persönlichkeiten begriffen, für deren Sicherheit und Wohlbefinden man zu sorgen hat. Die Schaffung einer gesunden, positiven Arbeitsatmosphäre ist daher in allen Niederlassungen von AHC ein wichtiges Ziel. Die Mitarbeiter danken es dem Unternehmen mit Kreativität, einem überdurchschnittlichen Verantwortungsbewusstsein, einer hohen Loyalität – und vor allem durch ein sehr hohes Engagement.

Erst durch diese erste Quelle der Innovation kann die zweite so gut sprudeln, wie sie es seit nun über 50 Jahren tut: Die Kunden. Seit der Unternehmensgründung bis heute treiben die Kunden mit ihren Anforderungen und Wünschen die Innovationskraft von AHC an. Aus dem Zusammenspiel von anspruchsvollen, zufriedenen und treuen Kunden auf der einen und motivierten Mitarbeitern auf der anderen Seite ergibt sich die ungewöhnliche Kraft, die AHC auszeichnet.

Nachhaltigkeit nicht als Worthülse, sondern als konkrete Unternehmenskultur

Geleitet wird das Unternehmen zudem von einem Management, dessen Denken langfristig und zukunftsweisend ausgerichtet ist. In einer Wirtschaftslandschaft, die häufig mit Blick auf Quartalsergebnisse und Shareholder Value auf die kurzfristige Optimierung von Profit ausgerichtet ist und in der „Nachhaltigkeit“ allzu oft zur Worthülse verkommt, hat sich AHC mit Bedacht so aufgestellt, dass das Unternehmen allen Stakeholdern gerecht werden kann: Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden, Inhabern und Gesellschaft. Ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung werden als die Drei Säulen der Nachhaltigkeit als gleichwertig betrachtet.

Strategische Partnerschaften als Technologietreiber

Die neue Anlage mit Verfahrwagen zur chemischen Vernickelung von Aluminium und Aluminiumlegierungen (DNC-AL) im AHC-Werk München.
Die neue Anlage mit Verfahrwagen zur chemischen Vernickelung von Aluminium und Aluminiumlegierungen (DNC-AL) im AHC-Werk München.

Durch die Eingliederung 2001 in die finanzstarke Aalberts Industries, die in insgesamt über 200 Werken in mehr als 30 Ländern circa 14.500 Mitarbeiter beschäftigt, wurde die Basis geschaffen, um weiter in modernste Technik investieren und so allen Kundenwünschen gerecht werden zu können. Die erst

kürzlich im Werk München in Betrieb genommene DNC-AL-Anlage ist nur ein Beispiel dafür. Diese Anlage dient zur chemischen Vernickelung von Aluminium und Aluminium-Legierungen nach dem patentierten DURNI-COAT®-Verfahren. Die Autoindustrie und andere Schlüsselbranchen freuen sich über die schnelle und überaus präzise Ausführung der Arbeiten sowie über eine höhere Kapazität und kürzere Durchlaufzeiten. Die Umwelt freut sich über die hohe Effizienz, die einhergeht mit einem geringeren Verbrauch von Energie und chemischen Substanzen, und die Mitarbeiter sind glücklich über noch modernere Arbeitsbedingungen und zufriedene Kunden.

Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil

Überhaupt beherrscht AHC den Ausgleich zwischen Kundennutzen, Umweltanforderungen und wirtschaftlichem Erfolg: während andere Firmen immer wieder ein Problem in den mit der Energiewende verbundenen Auflagen sehen, nutzt AHC das Potential für Einsparungen gezielt dafür, die eigene Position im internationalen Vergleich zu stärken. Bei allen neuen Maschinen wird geprüft, wie der Verbrauch von Energie und Chemie gesenkt werden kann. Geschlossene Systeme sorgen dafür, dass weniger Abfallstoffe entstehen und alle Ressourcen optimal nach modernstem Stand der Technik genutzt werden können. Wie im Werk Kirchheim-Heimstetten sorgen moderne Energiemanagement-Systeme und durchdachte Montagen von Heiz- und Kühlsystemen für effizientesten Energieeinsatz. Anforderungen – wie die durch die Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes am 22. April dieses Jahres in Kraft getretene – erfüllt AHC bereits im Vorfeld: nahezu alle Standorte von AHC sind nach den strengen Auflagen der DIN 50001 zertifiziert. Dieser Umstand ist wiederum nicht nur für die Umwelt wichtig, sondern auch für Kunden, die über ihr nachhaltiges Wirtschaften berichten wollen oder müssen und für die es von Bedeutung ist, ob ihre Dienstleister ebenfalls die hohen Anforderungen erfüllen.

AHC will seiner Linie auch in Zukunft treu bleiben, den Kundennutzen weiterhin ganzheitlich betrachten und seiner Verantwortung für Umwelt und Mitmenschen gerecht werden. Damit stellt das Unternehmen ein Beispiel dar, wie es der deutschen Wirtschaft gelingen kann, dank zukunftsorientierter und umweltgerechter Technik sowie einem ausgeprägten Verständnis für Service im internationalen Wettbewerb nicht nur zu bestehen, sondern ihre Führungsposition zu behaupten.


Kontakt
AHC Oberflächentechnik GmbH
Boelckestraße 25-57
50171 Kerpen
info@ahc-surface.com
www.ahc-surface.com

Siehe auch:
Wirtschaft innovativ: Wie AHC Oberflächentechnologie aus der Natur entlehnt

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