LTI ReEnergy GmbH

Mit einem cleveren Geschäftsmodell: Dieser Mittelständler lebt die Globalisierung

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Die Welt wächst immer enger zusammen. Nicht mehr nur Nachrichten gehen schnell rund um den Globus, auch Produkte legen immer längere Wege zurück. Die Folge: Auch mittelständische Unternehmen stehen im weltweiten Wettbewerb, gerade dann, wenn sie technische Lösungen für große Projekte anbieten. In diesem Wettbewerb Wege zu finden, sich vom Wettbewerb abzuheben, kann für ein Unternehmen marktentscheidend sein. LTI ReEnergy, ein zur Körber AG gehörendes Unternehmen aus Unna, zeigt, wie das erfolgreich funktionieren kann.

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This medium-sized company achieves true globalisation through a clever business model

Der Markt für Solarenergie wächst rasant, kann aber dennoch mit Fug und Recht als überaus kompliziert beschrieben werden: Subventionen, die Unternehmen in manchen Ländern verstärkt zufließen, verzerren den Wettbewerb, staatliche Förderungen für erneuerbare Energien spielen eine bedeutende Rolle. Als Lieferant für technische Komponenten für Solarparks, Wind- und Wasserkraftanlagen bewegt sich LTI ReEnergy somit zweifelsfrei in einem schwierigen Marktumfeld. Dennoch konnte sich das Unternehmen in den letzten zehn Jahren zu einem der führenden Anbieter für elektrische Flügelverstellsysteme für Windkraftanlagen sowie Zentralwechselrichter und schlüsselfertige Lösungen für die Photovoltaik-Industrie weltweit entwickeln.

„German Heart – Local Content“

Die Basis für diesen Erfolg der LTI ReEnergy bilden dabei nicht allein die hervorragenden Produkte, die Ergebnis deutscher Ingenieurskunst sind. Hinzu kommt ein cleveres Geschäftsmodell, das LTI ReEnergy-Geschäftsführer Michael Bellmer im Slogan „German Heart – Local Content“ zusammenfasst.

Bei vielen Projekten beschränkt sich LTI darauf, die Kerntechnologie, nämlich den in seiner Klasse effizientesten Zentralwechselrichter, in Deutschland zu fertigen und an den jeweiligen Standort zu liefern. Die restlichen Komponenten für die Anlage, die auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig arbeitet, werden durch speziell qualifizierte Kooperationspartner vor Ort produziert.

Vorgehen der LTI ReEnergy steigert die Rendite der Investoren vor Ort

Dieses Vorgehen hat gleich mehrere Vorteile: Das entscheidende technische Know-how bleibt in Deutschland und somit im Besitz des Unternehmens. Darüber hinaus werden nicht nur Transportkosten und die mit dem Transport verbundenen Belastungen gering gehalten. Vor allem entsteht die Möglichkeit, lokalen Besonderheiten gerecht zu werden. Diese beziehen sich im Bereich der erneuerbaren Energien vor allem auf staatliche Förderungen für den Bau sowie spezielle Einspeiseverordnungen. Während die meisten Wettbewerber am Markt alle Komponenten über Tochterunternehmen in den jeweiligen Ländern produzieren wollen, beauftragt LTI ReEnergy lokale, speziell qualifizierte Unternehmen. Durch deren Integration können Investoren bei allen Projekten, in denen LTI mitwirkt, optimal von staatlichen Subventionen vor Ort profitieren und so die Renditen steigern. Motto: Wer teilen kann, hat mehr.

Flexibles Vorgehen sichert den weltweiten Erfolg

Und noch ein weiterer Baustein hilft der LTI ReEnergy, Erfolg auf den Weltmärkten zu haben. Wer sich mit LTI beschäftigt, der stellt fest, wie nützlich es sein kann, wenn ein Mittelständler als Teil einer starken Unternehmensgruppe über finanzielle Kraft verfügt, sich aber im Tagesgeschäft die Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens bewahrt.

Michael Bellmer: „Auf der einen Seite können wir optimal in ständige Entwicklung auf höchstem Niveau investieren, um den Kunden stets Produkte auf der Basis modernster Technologie liefern zu können. Auf der anderen Seite sind wir aber nicht weltweit an starre Konzepte gebunden.“ Vielmehr befasst man sich bei LTI stets sehr genau mit den Gegebenheiten vor Ort und passt das eigene Vorgehen bestens an die lokalen Besonderheiten an. Bei den meisten Projekten findet – wie in der Türkei – eine temporäre und projektbezogene Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern statt. In großen Märkten wie den USA gibt es feste Kooperationen wie die mit Shoals Technologies, die in den nächsten Jahren auch über die Grenzen der USA hinaus ausgebaut werden soll, um Projekte in Latein-Amerika, der MENA-Region sowie in Südost-Asien gemeinsam umzusetzen. Bei chinesischen Projekten hingegen findet ausschließlich eine Lieferung der wichtigsten Komponenten statt; die Schaltschränke werden in diesem Fall bereits in China von Fremdunternehmen unter denselben Qualitätsvorgaben wie Deutschland gefertigt, allerdings werden lokale Gewährleistungen dem lokalen Partner übertragen.

Innovation auch bei Wind- und Wasserkraft

Die LTI ReEnergy ist aber nicht nur in der Solartechnik hervorragend aufgestellt, sondern wartet auch bei der Wasser- und Windkraft mit technischen Innovationen auf. So soll auch in diesen Bereichen in den nächsten Jahren das umfangreiche Know How im Unternehmen, das hohe Ansehen deutscher Technologie weltweit sowie die bewährte Flexibilität genutzt werden, um die Marktposition gezielt auszubauen. Bei der Windenergie beispielsweise ist LTI ReEnergy schon heute der Weltmarktführer für kompakte, elektrische Lösungen für die Verstellung der Rotorblätter, die die traditionelle hydraulische Technik ablösen. Für kleine Wasserkraftanlagen verfügt LTI über effiziente Einspeise-Systeme.

Insgesamt kann man sagen, dass es Unternehmen wie die LTI ReEnergy sind, in denen Nachhaltigkeit in allen Bereichen so gelebt wird, wie es wünschenswert ist: es werden dauerhaft wertvolle Arbeitsplätze in Deutschland erhalten, Transportwege werden kurz gehalten, die Produkte dienen einem schonenderen Umgang mit Umwelt sowie Ressourcen und es wird an die Interessen aller Stakeholder gedacht: Vom Mitarbeiter bis zum Kunden, vom Lieferanten bis zum -Techniker.

Kontakt
LTI ReEnergy GmbH
Doreen Kirmse
Heinrich-Hertz-Straße 18
59423 Unna
02303-779 150
doreen.kirmse@lt-i.com
www.lti-reenergy.com

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