Nachhaltiger Luxus in Thailand

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Die herzliche Begrüssung durch den Britischen Hotelmanager mit dem klangvollen Namen James Noble bei unserer Anreise im Aleenta Resort Hua Hin machte den perfekten ersten Eindruck und auch auf den zweiten Blick war uns schnell klar, dass wir hier in keinem der unzähligen vergleichbaren thailändischen Luxusresort untergekommen waren.

James, gelernter Küchenchef, früher mit zwei Michelin Sternen und als Privatkoch bei Mick Jagger, jetzt mit hipper 80er Jahre Brille und selbst restaurierter Vespa aus den 50´s klärt uns erstmal auf: „Wie weit seid Ihr gereist? – Flugzeug, Limousie von Bangkok hierher? – Carbon Footprint? – schon mal gehört? Das ist böse, aber alles kein Problem, wir machen das hier wieder wett denn bei uns gibt es kein Mineralwasser das weiter gereist ist, als Ihr.“ Das Aleenta hat den Preis für das nachhaltigste Resort Thailands bekommen und hier meint man es wirklich erst.

James kam vor 15 Jahren hierher, traf auf Anchalika und ihre Schwester, zwei ambitionierte thailändische Geschäftsfrauen mit Hotelerfahrung und einem der raren Grundstücke am Traumstrand von Hua Hin. Das gemeinsame Ziel war schnell klar: ein kleines, feines Resort schaffen von dem alle profitieren. Gäste, Eigentümer, Mitarbeiter, die Region, und das allen ein vielfaches von dem zurückgibt was es ihnen nimmt.

Nichts von weiter her als zehn Kilometern – außer den Gästen

So wurde James ersteinmal Bauunternehmer, Chef einer Tischlerwerkstatt, dann Bauer, Englischlehrer und vieles mehr. Denn wo es keine Hotelfachschule gibt muss man eben selbst ausbilden.

Heute kommt im alles im Aleenta Resort aus einem Radius von höchstens zehn Kilometern: Baustoffe und Möbel, Handwerker, alle Mitarbeiter und auch alle Lebensmittel. Im Hinterland betreibt das Hotel viele Hektar Landwirtschaft. Hauptsächlich für die eigenen Gäste doch als einziger Produzent der besonderen schwarzen Tomaten beliefert man z.B. auch die angesagten Gourmettempel Bangkoks.

Möglich war das durch die Nutzung vieler vorhandener Resourcen, doch auch durch die Mitarbeiter zahreicher Volontäre, denn wer mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen. Für ein paar Wochen vormittags sein Wissen an die lokalen Arbeiter weitergeben, und den Rest des Tages gratis das Luxusresort geniessen. So das Konzept für Experten, die mithelfen.

Praktizierte Sozialarbeit

Klar, dass James und Anchilika auch eine lokale Schule unterstützen und so bei den jüngsten Bildungsschancen erhöhen. Einmal im Jahr werden mit Gästen beim „Guerilla-Gardening“ einjährige Obstbäume auf öffentlichen Flächen gepflanzt um den Ärmsten der Region Zugang zu Nahrung zu ermöglichen. In einem tropischen Land funktoniert so Sozialarbeit.

All das kommt gut an bei den Gästen, zu denen auffällig viele Prominente gehören. Und die Gruppe wächst weiter. Seit einiger Zeit gibt es auch ein Resort in Phuket und als Chairlady der Hotelvereinigung „Small Luxury Hotels“ in Asien motiviert Anchalika auch andere Hoteliers der Region, ihrem Modell von nachhaltigen Luxus zu folgen und so unvergessliche Momente für ihre Gäste, aber auch die Chancen ihrer Landsleute, zu verbessern.

www.aleenta.com

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