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Produktion der Zukunft muss in der Realität ankommen

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„Das Internet ist nur ein Hype“, so der legendäre Irrtum von Bill Gates im Jahr 1993. Bereits ein Jahr später nutzten weltweit zehn Millionen Menschen das Internet, inzwischen sind es sogar mehr als drei Milliarden Menschen. Wir stehen derzeit wieder an der Schwelle eines neuen Technologiezeitalters. Das Schlagwort heißt Industrie 4.0 und die Diskussionen verlaufen ähnlich wie in der Frühzeit des Internet: Für die einen ist Industrie 4.0 nicht mehr als ein Modewort oder ein Hype. Für die anderen ist die vierte industrielle Revolution in vollem Gange.

Fakt ist: Industrie 4.0 wird als vierte industrielle Entwicklungsstufe die Produktion nachhaltig verändern. Im Zuge der Erschließung neuer Wertschöpfungspotenziale kann Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit und sein Innovationspotenzial im internationalen Standortwettbewerb sichern. Aber Fakt ist auch: die Verunsicherung ist groß, denn den zahlreichen, mit Marketing-Erwartungen überzogenen Begrifflichkeiten wie Cloud Computing, Cyber-Physical-Systems, Digitalisierung, Embedded Systems, Internet der Dinge, Machine-to-Machine-Kommunikation mangelt es an entsprechender Abgrenzung. Daher ist davon auszugehen, dass in wenigen Jahren schon keiner mehr von Industrie 4.0 als Oberbegriff sondern von individuellen Lösungen sprechen wird.

Auf der Lösungsebene geht es um die intelligente Produktion, denn bereits vor dem Produktionsprozess werden individuelle Kundenwünsche antizipiert und in Innovationen umgewandelt. Smart Production zielt ab auf intelligente Produkte, Verfahren und Prozesse. Prozesse werden effizienter und verbrauchen weniger Ressourcen, wenn Maschinen miteinander intelligent verknüpft sind und kommunizieren. Ein zentrales Element der Produktion der Zukunft ist die Smart Factory. Die Smart Factory nutzt die Digitalisierung bis in die Prozessebene hinein und zeichnet sich bei jeden Schritt durch eine überragende Kundenorientierung aus.

Der Mittelstand muss Smart Production voranbringen

Branchen wie Automobil, Maschinenbau oder Elektrotechnik sind die Treiber der Smart Production. Während die Großunternehmen bereits offensiv ihre Ansätze kommunizieren, scheint die Mehrheit des deutschen Mittelstands noch abzuwarten. Dabei sollten gerade die mittelständischen Unternehmen auf ihren Erfindergeist vertrauen und mit ihrem Technologiepotenzial und Know-how die Smart Production in Deutschland maßgeblich voranbringen. Unternehmen müssen schließlich neue Wege zum Kunden finden und den Innovationsbegriff neu interpretieren und mit Leben füllen. Solche Innovationen werden sicher auch weiterhin produktbasiert sein, aber zusätzlich einen wesentlichen Dienstleistungsanteil haben. Für die Akzeptanz der entsprechenden Dienste oder Dienstleistungen werden die bereits fest etablierten Regeln des Internets gelten. Das heißt konkret, Dienstleistungen, die keinen Mehrwert bringen oder die Erwartung der Nutzer nicht vollumfänglich erfüllen, werden erbarmungslos scheitern und rasch wieder verschwinden. Andererseits werden solche Dienste, die eine hohe Kundenakzeptanz erreichen, schnell zum Quasi-Standard mit enorm starker Wettbewerbsposition. Smart Production ist in den Köpfen angekommen, in den Köpfen der Forscher, der Entwickler, der Medien und sogar in den Köpfen der Politik. Ziel muss es jetzt sein, dass die intelligente Produktion auch in der Realität ankommt.

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Dr.-Ing. Christof  W. Bönsch
Geschäftsführer der KOMET Group GmbH
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