Dokumente einer Zeitenwende

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Das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos – DDW berichtete live – wurde zum Kulminationspunkt einer sich anbahnenden neuen Welt- und Wirtschaftsordnung. Wir dokumentieren vier Reden, die man gehört haben sollte.

Auch, wenn das auf dem Weltwirtschaftsforum herausragende Thema der Grönland-Ambitionen Donald Trumps – was noch im Verlauf der Veranstaltung offenbar einer einvernehmlichen Lösung zugeführt werden konnte – an vielen Stellen der Reden im Mittelpunkt steht: Die vier Ansprachen kennzeichnen dennoch die unterschiedlichen Strategien in einer neuen Weltordnung und auch, welche Rolle dem Staat in der Schaffung wirtschaftlicher Prosperität zukommt.

Wer deutsche Untertitel wünscht, kann dies über das Zahnradsymbol im Videoplayer anwählen.

Donald Trump: “The Future is unlimited”

Der US-Präsident prägte mit seinem Besuch und seiner Rede das diesjährige Weltwirtschaftsforum. Neben dem zu diesem Zeitpunkt alles beherrschenden Grönland-Thema (das im weiteren Verlauf des WEF offenbar einer Lösung zugeführt wurde) widmete sich Trump in seiner Rede zunächst den Erfolgen seiner bisherigen Amtszeit und der Entwicklung der wirtschaftlichen, militärischen und politischen Macht der Vereinigten Staaten. Dass Trump diese Macht einzusetzen gedenkt, daran ließ er keinen Zweifel. Er hielt den Europäern den Spiegel vor und konstatierte einen Niedergang der europäischen Staaten, die für ihn insbesondere durch eine fehlgeleitete Energiepolitik und die ungehemmte Massenmigration verursacht würde.

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Friedrich Merz: “Demokratien kennen keine Untergebenen”

Der deutsche Bundeskanzler sieht die Welt in eine neue Ära der Großmachtordnung eintreten. Damit Europa in dieser Ära souverän bleibt, bedürfe es erhöhter Verteidigungsfähigkeit, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und der Einheit gleichgesinnter Partner. Strategisch gehe es darum, weltweite Bündnisse zu suchen und als Allianz der offenen Märkte und Handelschancen zu fungieren. Deutschland sei bereit, dabei Verantwortung zu übernehmen. Dies sei nur möglich, wenn wirtschaftliche Dynamik entstehe. Merz hob hervor, seine Regierung hätte dazu Energiekosten gesenkt, den Mittelstand von Hürden befreit und 500 Milliarden Euro für Infrastrukturinvestitionen bereitgestellt.

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Mark Carney: Neue Bündnisse der Mittelmächte

Mark Carney, Premierminister von Kanada, beschreibt sein Land als das erste, dass die ungeschönte Realität eines neuen Großmachtdenkens zu spüren bekommen hätte. Er plädiert dafür, die Wahrheit der neuen Lage anzuerkennen. Für die Mittelmächte dürfte der Weg nicht darin liegen, sich in Unterwürfigkeit zu übertreffen. Vielmehr appellierte er dafür, dass diese neue und diversifizierte Bündnisse eingehen, um die Autonomie und Lebensfähigkeit ihrer Länder in einem geteilten Risikomanagement zu sichern.

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Javier Milei: “Die Welt ist erwacht”

Javier Milei, Präsident Argentiniens, setzt das weltweit aktuell wohl ambitionierteste Projekt einer marktkapitalistischen Umgestaltung um, um sein in Jahrzehnten der Staatswirtschaft in den Ruin getriebenes Land wieder zu Wohlstand zu führen. Der frühere Wirtschaftswissenschaftler legte die ethischen und theoretischen Grundlagen einer libertären Politik dar. Es gehe dabei nicht nur um Effizienz, sondern um die Werte von Gerechtigkeit und Freiheit, insbesondere der unternehmerischen Freiheit. Aus unerfindlichen Gründen habe der Westen begonnen, sich von den Idee der Freiheit abzuwenden und sozialistische Konzepte seien vorherrschend geworden. Das würde zwangsläufig im Desaster, in Armut und historisch betrachtet zumeist Repression enden, wenn keine Rückbesinnung stattfinde, wie sie die USA und sein Land vorlebten.

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Bildcomposing oben: Quelle World Economic Forum

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