Zukunftsvision Deutschland: Wenn mit Wirtschaft und Politik zwei Welten aufeinander treffen
100 Top-Entscheider aus der Wirtschaft treffen beim Jahresauftakt der Initiative Unternehmer in Bewegung (UiB) am Brandenburger Tor auf die Politik und sprechen Klartext für den Standort Deutschland.
Am Brandenburger Tor, im geschichtsträchtigen Commerzbank Haus direkt neben der amerikanischen Botschaft und dem Hotel Adlon, hat Unternehmer in Bewegung (UiB) seinen Jahresauftakt 2026 unter dem Motto „Zukunftsvision Deutschland. Zurück an die Spitze“ ausgerichtet. 100 exklusiv geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien kamen zusammen, um unbequeme Wahrheiten auszusprechen – und konkrete Forderungen zu formulieren.
Eine Location, die Geschichte schreibt – und ein Abend, der Aufbruch einfordert

Sarna Röser, Unternehmerin und Initiatorin von UiB, eröffnete den Abend mit einem Impuls, der den Ton unmissverständlich setzte: Die Location in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor stehe für Aufbruch und Erneuerung – an einem Ort, der über Jahrzehnte Geschichte geschrieben hat, mitten im Zentrum der deutschen Demokratie. Wenn genug Menschen es wollten, sei dieser Ort ein Katalysator für echten Wandel. Röser machte klar: Dieser Abend steht für den Anspruch, Deutschlands Wirtschaftszukunft nicht nur zu diskutieren, sondern zu gestalten. “Wir Unternehmer müssen können dürfen”, appellierte sie an die Politik für mehr wirtschaftliche Freiheit.
Mitinitiator Josef Brunner und Prof. Dr. Peter May, der Autor von „Eine Vision für Deutschlands Zukunft. Wie wir in die Erfolgsspur zurückfinden“, flankierten den Abend inhaltlich. May skizzierte in einem pointierten Impuls fünf Leitplanken für eine Zukunftsvision Deutschlands – präzise, fordernd und als inhaltlicher Kompass für den gesamten Abend. Die Moderation lag in den Händen von Joachim Koschnicke, Mitgründer von Unternehmer in Bewegung und ehemaliger Strategieberater von Kanzlerin Angela Merkel.
Unternehmer sprechen Klartext – direkt an die Politik
Das Herzstück des Abends: die Unternehmer. Ihre Appelle für schnelles, entschlossenes Handeln richteten sich unmittelbar an die anwesenden Politikerinnen und Politiker. Und die Unternehmer sparten nicht mit deutlichen Worten.
U.a. bei dem Abend mit dabei:
- Tobias Merckle (Merckle Unternehmensgruppe),
- Florian Langenscheidt, deutscher Verleger, Buchautor und Investor
- Alicia Lindner (Nachfolgerin Annemarie Börlind),
- Anna Weber (Nachfolgerin & CEO BabyOne),
- Christina Puello als Präsidentin des Verbands Deutscher Unternehmerinnen,
- Andreas Scheuer (ehemaliger Bundesverkehrsminister),
- Fabian Gramling (MdB),
- Jan Metzler (MdB),
- Katrin Schindele (MdL),
- Christoph von Oldenburg, BIT Capital
- Tessa Sauressig (Agenturgründerin und -inhaberin)
- Karl Kuffner, PUMA-Asienchef
Den inhaltlichen Einstieg des Abends setzte Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er bezog er Stellung aus Sicht der neuen Bundesregierung – und stellte sich anschließend direkt den Fragen des Abends. Auch die Politik habe die Lage erkannt; jetzt müssen Taten folgen. Doch konstatierte er zugleich die Zwänge, die sich aus der Regierungskonstellation ergäben. Viele Unternehmer betonten die Dringlichkeit von Reformen, die über parteipolitischen Zwängen stünden.

Natalie Meckelburger, Inhaberin des internationalen Automobilzulieferers Coroplast Group in dritter Generation, Johannes Freiherr von Salmuth, Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Röchling-Gruppe, Dr. Hendrik Brandis, Investor und Mitgründer von Earlybird, sowie Louise Farina, neunte Generation in der ältesten Parfümfabrik der Welt, sprachen im Panel ohne Scheuklappen: über Bürokratie, Standortnachteile, mangelnde Geschwindigkeit in der Politik – und über das, was Deutschland von seinen Unternehmern braucht, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.
Fragen zum Kompetenzniveau der politischen Klasse
Der anschließende Fire Side Chat hielt das Niveau: direkt, konstruktiv, offen. Christina Stumpp, Stellvertretende Generalsekretärin der CDU und Mitglied im Bundesvorstand, sowie Caroline Bosbach, Mitglied des Bundestages, diskutierten gemeinsam mit Johannes Freiherr von Salmuth, Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Röchling Gruppe, über politische Verantwortung, Standortpolitik und den Handlungsdruck, dem sich Deutschland gegenübersieht. Von Salmuth bezweifelte offen, ob das Kompetenzniveau der politischen Klasse für die weitreichenden Herausforderungen genüge.
Anschließend sprach Josef Brunner im Interview mit Thomas Sattelberger – als einem einer jener wenigen Akteure, die beide Seiten sehr gut kennen. Sattelberger war Vorstand u.a. bei Lufthansa, Continental und Telekom-Vorstand – und von 2021 bis 2022 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Sattelberger diagnostizierte u.a. eine fehlende liberal-konservative Kraft in der Bundespolitik. Seine Erfahrung in der politischen Praxis habe aber gezeigt: Man könne etwas bewegen, und auch in den ministeriellen Verwaltungsebenen stecke viel kreatives Potential, wenn man Freiräume schaffe.
Und das war dann zum Ende doch ein optimistischer Befund, der Auftrag und Ansporn zugleich bot, wie Deutschland wieder Spitze werden kann.
- Zurück an die Spitze – Was unser Land jetzt braucht
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- “Mit angezogener Handbremse kommen wir aus dem Tal nicht heraus”
Unternehmer in Bewegung (UiB) ist kein Lobbyverband und keine Partei, sondern ein Zusammenschluss aus den Machern und wichtigsten Plattformen dieses Landes – Familienunternehmer, Mittelständler, Gründerinnen und Investoren, die gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland übernehmen. Initiatoren sind Sarna Röser und Josef Brunner. Zu den Mitiniatoren und Unterstützern zählen namhafte Unternehmerinnen und Unternehmer wie Tobias Ragge, Familienunternehmer und Inhaber der HRS Group, Annika von Mutius (empion), Fabian Kienbaum sowie Daniel Metzler, Gründer und CEO des deutschen Raketenstart-ups Isar Aerospace. www.unternehmer-in-bewegung.de
























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