Die Gewinnerstädte im Standortranking

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Die größten Ranggewinner, die Neueinsteiger, die bestbenoteten Standorte – hier der Überblick über die wichtigsten Veränderungen im aktuellen Standortranking.

Welche Städte haben sich mit der März-Version besonders gegenüber der Vorversion aus September 2025 hervorgetan? Was tat sich in den wichtigsten Standortranking-Segmenten?

Insgesamt konnten sich 13 Orte konnten neu platzieren, 1.687 Städte stiegen, 2.212 Orte sanken in ihren Platzierungen. Die Gründe für die Veränderungen sind auf der einen Seite die wirtschaftlichen Entwicklungen der Top-Unternehmen selbst sowie die Neuzuordnung von Unternehmen zu bestimmten Top-Segmenten durch die DDW-Research. Auch Aufspaltungen, Unternehmensverkäufe und -verlagerungen sowie – in den letzten Monaten leider verstärkt – Insolvenzen führen zu Veränderungen der Datengrundlage. Aber auch die Standortbewertungen durch die öffentlich zugängliche  Standortbenotung haben sich weiter geändert.

Ziel des Standortrankings von DDW ist, die deutschen Städte hinsichtlich ihrer Unternehmensstärke und weiterer wirtschaftlicher Faktoren zu erfassen und zu bewerten. Um der Dynamik in der Unternehmenslandschaft gerecht zu werden, erscheint das Standortranking zweimal jährlich.

Hier die größten Veränderungen in der Zusammenfassung:


Die aktuelle Top-10

Keine Veränderungen bei den führenden Städten: Die Top-10 bleiben unverändert.

München liegt seit seit zwei Jahren auf Rang 1 des Standortrankings Deutschland (Bild von Michael Siebert auf Pixabay)
  1. München
  2. Hamburg
  3. Berlin
  4. Frankfurt am Main
  5. Düsseldorf 
  6. Köln
  7. Stuttgart
  8. Essen
  9. Bonn
  10. Wolfsburg

Die höchsten Ranggewinner

Traditionell können meistens kleine Städte die stärksten Rankingveränderungen vorweisen, da in den unteren Scoringbereichen bereits die Zuweisung eines einzigen weiteren Top-Unternehmens oder dessen positive Geschäftsentwicklung große Auswirkung auf die Platzierung haben kann. Hier die Top-Ten der Ranggewinner nach absoluten Platzgewinnen.

Die Landstadt Treffurt liegt im Wartburgkreis in Thüringen. Die Fachwerkstadt im Werratal kann mit ihrem Rathaus aus der Renaissancezeit eines der schönsten mittelalterlichen Fachwerk-Rathäuser Deutschlands aufweisen – aber auch mit drei gelisteten Top-Unternehmen. Da dies zwei Unternehmen mehr als in der Vorversion sind, stieg Treffurt um 1.460 Plätze am stärksten  (Bild von: Rathaus in Treffurt © Werratal Touristik e. V.)
  1. Treffurt um 1460 Plätze auf Rang 2337
  2. Bad Wimpfen um 1300 Plätze auf Rang 160
  3. Heikendorf um 1077 Plätze auf Rang 2373
  4. Baindt um 928 Plätze auf Rang 1642
  5. Waltrop um 925 Plätze auf Rang 1621
  6. Empfertshausen um 915 Plätze auf Rang 3113
  7. Geisa um 626 Plätze auf Rang 1697
  8. Altenberg um 554 Plätze auf Rang 3034
  9. Irlbach um 551 Plätze auf Rang 3061
  10. Mömbris um 545 Plätze auf Rang 2945

Die Neueinsteiger

13, vor allem kleinere, Gemeinden konnten sich für das Standortranking neu qualifizieren, weil mindestens eines der deutschlandweit aktuell 25.159 Top-Unternehmen dem Standort zugewiesen werden konnte.

Lübesse im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern: Die Gemeinde hat 689 Einwohner auf rund 200 Quadratkilometer, fast 70 Prozent davon Wald. Jetzt konnte neu ein Top-Unternehmen dem Standort zugewiesen werden, was den Einstieg ins aktuelle Ranking bedeutet (Bild: Gemeinde Lübesse)
  1. Lübesse (Rang 2246)
  2. Röbel/Müritz (Rang 2844)
  3. Stegaurach (Rang 3078)
  4. Markersdorf (Rang 3232)
  5. Kummerfeld (Rang 3529)
  6. Petersaurach (Rang 3536)
  7. Losheim am See (Rang 3637)
  8. Böttingen (Rang 3729)
  9. Eppishausen (Rang 3796)
  10. Viereth-Trunstadt (Rang 3964)

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Die Top-Ten nach Standortnoten

Standortakteure können ihre Stadt zu sieben Faktoren benoten. Wenn mindestens sieben Stimmabgaben vorliegen, fließt die Durchschnittsnote in das Standortranking ein. Hier die zehn Städte mit dem besten Notendurchschnitt.

Reutlingen bleibt auch in der neuesten Rankingversion auf Platz 1 bei den Bewertungen der Standortakteure (Bild: Helmlechner auf wikimedia.org)
  1. Reutlingen: Note 1,62
  2. Empfingen: Note 1,68
  3. Wertheim: Note 1,72
  4. Erkrath: Note 1,73
  5. Hilpoltstein: Note 1,79 (+1 Ränge)
  6. Nordenham: Note 1,79 (+7 Ränge)
  7. Rüsselsheim am Main: Note 1,81 (+2 Ränge)
  8. Willich: Note 1,82 (-3 Ränge)
  9. Brakel: Note 1,87 (+1 Ränge)
  10. Harzgerode: Note 1,87 (+17 Ränge)

Die 10 Städte mit der besten Noten-Entwicklung

Hier die zehn Städte, die die beste Entwicklung ihrer Durchschnitts-Standortnote zur letzten Rankingversion aus September 2025 verzeichnen konnten.

Hemmingstedt im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein ist wirtschaftlich vor allem von der Raffinerie Heide geprägt. Von den 2.860 Einwohnern haben weitere Standortakteure ihre Stadt für das Standortranking bewertet – mit positiver Tendenz (Bild Von Ra Boe / Wikipedia, CC BY-SA 3.0 de)
  1. Hemmingstedt: Durchschnittsnote 2,53 (vorher 2,76)
  2. Markdorf: Durchschnittsnote 2,78 (vorher 3)
  3. Mönchengladbach: Durchschnittsnote 3,2 (vorher 3,42)
  4. Langenfeld (Rheinland): Durchschnittsnote 2,98 (vorher 3,17)
  5. Albstadt: Durchschnittsnote 3,5 (vorher 3,69)
  6. Wülfrath: Durchschnittsnote 2,46 (vorher 2,64)
  7. Rietberg: Durchschnittsnote 2,79 (vorher 2,97)
  8. Genthin: Durchschnittsnote 3,41 (vorher 3,59)
  9. Saarbrücken: Durchschnittsnote 2,75 (vorher 2,92)
  10. Heinsberg: Durchschnittsnote 3,1 (vorher 3,27)

Datenbasis für B2B-Anwendungen
Das Medium Die Deutsche Wirtschaft bietet mit seinen Unternehmensrankings Goldstandards im Bereich der deutschen Firmeninformationen. Als eine der wenigen originären und redaktionell geprüften Datenquellen werden die Firmendatenbanken von den namhaftesten Industrie- und Beratungsunternehmen sowie Forschungseinrichtungen bezogen. Neben “Mittelstand 10.000“, “Top 1.000 – Die größten Familienunternehmen” und weiteren Spezialrankings wird auch der Gesamtbezug aller Rankings in der “Deutschland-Liste” angeboten (hier zum Überblick). 


Neu in den Top-100

Nur eine Stadt schafft es mit der neuen Version neu in die Top-100: Wertheim.

Wertheim, Die nördlichste Stadt Baden-Württembergs, idyllisch am Zusammenfluss von Main und Tauber direkt an der Grenze zu Bayern gelegen, ist eine bemerkenswerte Ausnahmeerscheinung: Obwohl nur knapp 28.000 Einwohner, finden sich nunmehr gleich elf Weltmarktführer am Standort (zuvor: 10), dazu bedeutende Niederlassungen zwei weiterer Weltmarktführer. Die Stadt liegt damit unter den Weltmarktführer-Standorten gemeinsam mit Essen auf Rang 6  – noch vor Düsseldorf oder Nürnberg. Und stößt damit jetzt sogar in die Top-100 der Standorte Deutschlands vor: um 6 Ränge auf Platz 96. (Bild: wertheim.de)

Die 10 höchsten Ranggewinner in den Top-100

Von den Städten, die zuvor bereits in der Top-100-Spitzengruppe waren, konnte sich Garching b.München um 11 Ränge auf Platz 84 am stärksten entwickeln.

Die Wirtschaft ist in Garching zu Hause: Das flächenmäßig größte Gewerbegebiet im wirtschaftlich starken Landkreis München sowie der Business Campus, ein innovativer Büropark, sorgen dafür, dass Garching sowohl bei der Wirtschaft als auch etwa bei Familien äußerst beliebt ist (Bild: garching.de)
  1. Garching b.München um 11 Plätze auf Rang 84
  2. Flensburg um 9 Plätze auf Rang 57
  3. Magdeburg um 8 Plätze auf Rang 85
  4. Braunschweig um 6 Plätze auf Rang 38
  5. Lübeck um 4 Plätze auf Rang 41
  6. Münster um 3 Plätze auf Rang 31
  7. Lingen (Ems) um 3 Plätze auf Rang 64
  8. Jena um 3 Plätze auf Rang 82
  9. Osnabrück um 2 Plätze auf Rang 26

Mitwirken am Standortranking
Die Relevanz des Standortrankings basiert nicht nur den laufenden Recherchen der DDW-Rankingredaktion, sondern auf der tausendfachen Mitwirkung vom Kommunen, Unternehmen, Medien sowie Lesern und Standortakteuren.
Wir laden gerne ein, Teil des Gemeinschaftsprojekts zu werden. Selbstverständlich sind alle untenstehenden Mitwirkungsmöglichkeiten Services kostenfrei.
♦ Standorte können ihre Eckdaten mittels eines Profilbogens melden (Download hier)
♦ Unternehmen können sich als Top-Unternehmen prüfen und registrieren lassen (Download Erfassungsbogen)
♦ Leser und Akteure können ihren Standort bewerten (zur Onlinebenotung)
♦ Medien können vollumfänglich über das Standortranking berichten und erhalten auf Wunsch detaillierte Daten zur Kommune oder Region (Whitepaper).
Für weitere Fragen können Sie sich jederzeit an die Rankingredaktionen wenden: rankings@die-deutsche-wirtschaft.de.

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