Wo das Geld sitzt

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1,7 Billionen Euro Jahresumsatz repräsentieren die Personen, die DDW in seinem Who is Who der Familienunternehmen zusammengestellt hat. Erwirtschaftet wird er aus den umsatzstärksten Familienunternehmen Deutschlands. Wo zusammengerechnet das meiste Geld erarbeitet wird, zeigt unser Ranking.

Auch wenn der Indikator dieses Rankings der kumulierte Jahresumsatz der ansässigen Top-Familienunternehmen ist: einen interessanten Hinweis auf die geographische Verteilung der Vermögensstärke in Deutschland bietet dieser Wert allemal. Denn es sind nicht nur die oftmals über Generationen geschaffenen Vermögenswerte selbst, die diese Unternehmen kennzeichnen, sondern auch der starke Effekt durch Löhne und ortsnahe Zulieferer auf die Standorte.

Vermögensverteilung mit Überraschungen

Basis dieser Rankings sind die auf Inhaberfamilien zusammengefassten umsatzstärksten 1.400 Familienunternehmen Deutschlands, die auf Stadt- und Kreisebene kumuliert wurden.

Eine gewisse Sonderolle im Ranking nehmen Platz 1, Wolfsburg, sowie Platz 6, Neckarsulm, und Platz 7, Gerlingen-Schillerhöhe, ein: Sie sind vor allem durch ihre umsatzstarken beheimateten Unternehmen Volkswagen, Bosch und Schwarz (Lidl) geprägt und „schaffen“ ihren Umsatz durch nur wenige Unternehmerfamilien.

Aussagekräftiger sind da gewiß die folgenden Plätze mit München (2), Düsseldorf (3), Hamburg (5) sowie auf dem überraschenden 4. Platz, Essen, die durch viele Unternehmerfamilien mit insgesamt 141 Top-Familienunternehmen geprägt sind. Und damit vielleicht ein deutlicheres Bild der Unternehmer-Vermögensverteilung bieten, als es sich beispielsweise durch das Ranking der 500 reichsten Deutschen des Manager Magazins herauslesen ließe.

Proppere Kreise mit starken Familienunternehmern

Setzt man den regionalen Bezug noch größer, und vergleicht – wie unten zu sehen – die Umsätze auf Stadt- und Kreisebene, ergeben sich ebenfalls spannende Einblicke. So findet sich hier der Kreis Heilbronn auf Platz 4, oder der „Speckgürtel“ Düsseldorfs mit dem Kreis Mettmann auf Rang 23 und dem Rhein-Kreis Neuss auf Rang 58. Auch insgesamt nähert sich diese Aufstellung vergleichbarer Analysen wie die der Kaufkraftverteilung, die das Marktforschungsinstitut GfK ermittelt.

Natürlich leben die Inhaber, gerade der allergrößten und oftmals durch große Familienstämme geprägten Familienunternehmen, nicht mehr zwingend am Standort ihres Unternehmens – ganz abgesehen von jenen (wenigen), die ihren Hauptwohnsitz ganz ins Ausland verlegt haben (und die von den DDW-Familienunternehmerrankings nicht aufgenommen werden), wie die Unternehmerfamilie Müller von Müller Milch. In der Breite jedoch ist ein wesentliches Kennzeichen der Familienunternehmer ihre starke heimatliche Verwurzelung. Und die sorgt für Prosperität am Standort, weit über die Gewerbesteuer hinaus. Wohl dem also, der sie ihre Bürger nennt.

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